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Die Artikel wurden mit freundlicher Genehmigung des "Meller Kreisblatts" übernommen. Das Urheberrecht für die Texte und Fotos liegt ausschließlich beim Verlag des "Meller Kreisblatts" und des Verfassers Wilhelm Knigge.

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Meller Kreisblatt vom 26.08.2009

26.08.2009

Vor 125 Jahren (1884)

Am 1. September übernahm der Gutsbesitzer Höpker aus Westkilver die Gebäude und die Einrichtung der Meller Brauerei im Wallgarten, weil er Eigentümer der auf dem Grundstück lastenden Hypotheken war. Eine aus 15 Personen bestehende Kommanditgesellschaft sollte nunmehr die Brauerei betreiben. Etwa 20 Arbeiter fanden eine lohnende Beschäftigung. Es wurde erwartet, dass der Betrieb nunmehr rentabel wirtschaften würde.
In der Nacht zum 4. September brannte das Wohnhaus des Colonen Beckmann in Altenmelle vollständig nieder. Die Tochter des schlafenden Eigentümers hatte das Feuer erst bemerkt, als das Haus schon lichterloh brannte. Hilfe beim Bergen des Viehs und des Mobiliar leisteten die Arbeiter der benachbarten Wagenfedernfabrik Schomäcker. Zur Brandbekämpfung waren eingesetzt die Gemeindespritze Altenmelle und die Spritzen aus Melle und Riemsloh.
Am 12. September wurde aus Buer gemeldet, daß der Apotheker Dr. Strunk die Grundstück auf der „Friedenshöhe“ gekauft habe. Er strebte an, die „Friedenshöhe“ als Ausflugsziel auszubauen und die vorhandenen Anlagen besser auszustatten.
In einem erst vor einigen Jahren neu erbauten Kotten des Hofbesitzers August Bolte in Bakum, gelegen an der „Chaussee“ nach Oldendorf, brach am 18. September gegen 9 Uhr ein Feuer aus. Das Gebäude brannte vollständig nieder. Nur die beiden Giebelwände blieben stehen. Das meiste Mobiliar konnte gerettet werden. Die Erntevorräte verbrannten.

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Meller Kreisblatt vom 23.07.2008

23.07.2008

Vor 125 Jahren (1883)

Das Schützenfest in Melle am 29. und 30. Juli war mit viel Regen „in Szene gegangen“. Dennoch war es gelungen, die Parade des Königspaares und den Festzug durch die Stadt „unbegossen“ abzuwickeln. Beklagt wurde die geringere Beteiligung der Bevölkerung. Beim Königsschießen schoss der Druckereibesitzer Fritz Emil Haag den Vogel ab. Er wurde zum Schützenkönig proklamiert.
Am Abend des 14. August zogen mehrere schwere Gewitter über den Grönegau. Es blitzte und donnerte von 19 Uhr bis Mitternacht und dann wieder um ein Uhr und um drei Uhr. Mehrfach zündeten Blitze und setzten Gebäude in Brand. Es brannten ein Kotten des Colonen Windhorst in der Eue in Bakum, das Wohnhaus des Colonen Klausing in Redecke und das Wohnhaus des Colonen Ermshaus in Neuenkirchen. Auch in Theenhausen und Spenge und in Richtung Borgloh konnten Schadensfeuer wahrgenommen werden. Beim Brand des Hauses Klausing loderten die Flammen hoch in den Himmel, weil das gesamte eingelagerte Getreide auf dem Dachboden brannte.

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Meller Kreisblatt vom 28.03.2008

28.03.2008

Vor 125 Jahren (1883)

Der Geburtstag von Kaiser Wilhelm I. am 22. März fiel damals in die Karwoche. Es wurde streng darauf geachtet, dass die Stille der Karwoche durch keine Veranstaltungen oder Lustbarkeiten aller Art gestört wurde. Deshalb sollte die Geburtstagsfeier auf den 17. März vorverlegt werden. Damit waren aber viele Club- oder Vereinsvorstände nicht einverstanden. Im Meller Club und im Kriegerverein fanden – im Gegensatz zu den früheren Jahren – diesmal keine Feiern statt. Lediglich der Meller Gesangverein veranstaltete am Abend des 17. März ein „Kränzchen“.
Am 20. März gab der Auktionator August Titgemeyer in der Zeitung bekannt, dass in der Lutherischen Kirche ein Kirchensitz zu verkaufen war. Damals waren alle Plätze in der Kirche von Gemeindemitgliedern gekauft. Größere Familien hatten meist mehrere Plätze erworben. Sie durften auch von ihren Knechten oder Mägden oder von Hausangestellten besetzt werden. Schon nach dem 1. Weltkrieg wurde diese Regelung endgültig abgeschafft, und alle Plätze in der Kirche waren für alle Gemeindemitglieder frei verfügbar.
Als Frühlingsfest konnte man das Osterfest am 25. und 26. März nicht bezeichnen, schrieb die Zeitung. Am Sonnabend vor Ostern setzte heftiges Schneetreiben ein. Während der Feiertage lag auf „Feld und Flur“ eine dichte Schneedecke, auf die die Sonne schien und die eher eine „Weihnachtsstimmung“ auslöste.

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