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Die Artikel wurden mit freundlicher Genehmigung des "Meller Kreisblatts" übernommen. Das Urheberrecht für die Texte und Fotos liegt ausschließlich beim Verlag des "Meller Kreisblatts" und des Verfassers Wilhelm Knigge.

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Meller Kreisblatt vom 06.09.2012

06.09.2012

Regen kam für den Grummet zu spät

Vor 125 Jahren herrschte im Sommer eine lange Dürreperiode

Vor 125 Jahren (1887)

Zum fünften Male wurde am 30. August bei 34 Grad im Schatten in der Samtgemeinde Melle ein Erntefest gefeiert. Beim Festzug von Gerden durch die Stadt Melle zum Festplatz auf dem Kleft schwitzten nicht nur die Musiker, sondern alle Teilnehmer. Dort hielt der Gesamtvorsteher Hofbesitzer Hermann Unbefunde die Festansprache. Er dankte den Landwirten für die harte Arbeit während der Erntezeit. Am Montagnachmittag wurde die Feier mit Konzert und Tanz fortgesetzt.

Am Abend des 2. September, des „Sedantages“, veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr eine Abendfeier mit einem Umzug durch die Stadt. Daran nahmen auch der Meller Gesangverein und der Kriegerverein teil. Auf dem Marktplatz fand eine Feierstunde mit Musik und Gesang statt.

Am 5. und 6. September fanden die Aufnahmeprüfungen für die Königliche Präparandenanstalt in Melle statt. Dazu hatten sich 19 Zöglinge angemeldet. Alle bestanden die Prüfung und wurden aufgenommen.

Am 9. September wurde berichtet, dass nach einer langen Dürrezeit endlich wieder Regen gefallen war. Für den zweiten Grasschnitt, dem „Grummet“, war er aber zu spät gekommen. Auch für die Kartoffel war das Sommerwetter nicht günstig gewesen.

Bei der Wahl zum Kirchenvorstand der katholischen St.-Matthäus-Gemeinde in Melle am 13. September wurden neu gewählt: Colon Detert, Altenmelle, und Colon Stoltmann in Laer. Wiedergewählt wurde Bäckermeister Caesmann in Melle.

Am 14. September gegen vier Uhr in der Frühe brannten die Fabrikationsräume der Chemischen Kunstdüngerfabrik am Bahnhof vollständig nieder. 55 Arbeiter verloren dadurch ihren Arbeitsplatz. Die Feuerwehren konnten den Brand nicht löschen, sondern beschränkten sich darauf, die benachbarte Dachpappenfabrik Schlüter & Starcke vor dem Feuer zu schützen.

Wie am 19. September berichtet wurde, wurde die gesundheitliche Wirkung der Meller Sole immer mehr anerkannt. Im Sommer 1887 wurden insgesamt 3180 Bäder verabfolgt. Davon erhielten Personen von auswärts 90 Bäder.

Nach eine m Bericht zum 20. September war die Gesmolder Kirmeß auch in diesem Jahre wieder sehr gut besucht, besonders der Krammarkt am Sonntag. Am Montag fand der Viehmarkt statt. Es wurden viele Ferkel aufgetrieben. Der Preis für siebenwöchige Ferkel betrug 8 RM und für Faselschweine 13 RM bis 18 RM. Auch die Preise für Rindvieh waren besser geworden.

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Meller Kreisblatt vom 17.08.2012

17.08.2012

1912: Kommers der Turner erstmalig mit Damen

Vor 100 Jahren: Wander-Haushaltsschule für junge Mädchen wurde eingerichtet

Vor 125 Jahren (1887)

Am 9. August wurde gemeldet, dass seit einigen Tagen viele tote Fische, kleine und auch große, den Flusslauf der „Else“ hinabgetrieben worden seien. Es wurde vermutet, dass trotz strengen Verbotes wieder unbemerkt „Rottewasser“ (Wasser, in dem Flachs gewässert worden war) in die „Else“ oder in die Nebenflüsse abgelassen worden war.

Nach einem Artikel am 23. August hatte das sonnige Wetter der letzten Wochen die Erntearbeiten sehr begünstigt. Alle Getreidefelder waren gemäht. Die Getreideernte hatte sehr gute Ergebnisse gebracht. Futterpflanzen, Rüben oder Kartoffeln litten unter der Trockenheit. Der Wasserstand in den Hausbrunnen war beträchtlich abgesunken.

Es war ein imposantes Gebäude geworden, das neue Postgebäude an der Mühlenstraße, welches am 22. August gerichtet wurde. Gebaut hatte es die Firma Fr. Becker. Sie blieb auch weiterhin Eigentümer. Erst 1923 erwarb es die Postverwaltung.

Am Sonntagvormittag, dem 24. August, wurde in Neuenkirchen das neu erbaute Kirchengebäude an die Gemeinde übergeben. Unter Glockengeläut zog die Gemeinde von der bisherigen Notkirche zum stattlichen Neubau. Dort gab der Architekt den großen Kirchenschlüssel an Superintendent Lauenstein, der ihn weiterreichte an den damaligen Prediger Grass. Die frühere Kirche war beim großen Brand im Mai 1883 völlig zerstört worden.

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Meller Kreisblatt volm 01.08.2012

01.08.2012

Das Freibad in Buer wurde endgültig geschlossen

Besucherzahlen zu niedrig – Student übernahm in den Semesterferien die Aufgaben des Bademeisters

Vor 125 Jahren (1887)

Am 22. Juli wurde gemeldet, dass die Roggenernte begonnen habe. In Eicken-Bruche an der Straße nach Buer wurden die ersten Stiegen gesichtet. Auch auf dem Sandboden in Bakum begann die Roggenernte. Immer, wenn auf dem Meyerhofe in Bakum die ersten Halme geschnitten wurden, musste der Knecht die Nachricht reitend zum Meller Küster bringen, der dann eine Woche lang das „Ernteläuten“ veranlasste.

Die Hebamme Bähre in Melle war am 1. August 25 Jahre in Melle tätig. Bei etwa 2700 Geburten hatte sie wertvolle Hilfe geleistet.

Mit einem umfangreichen Festessen seiner Verwandten und Freunde feierte der Arzt Dr. Bruns, 75 Jahre alt, am 2. August sein fünfzigjähriges Arztjubiläum. Davon war er 48 Jahre lang in Melle segensreich tätig. Der Meller Gesangverein brachte ihm ein Jubiläumsständchen. Der Jubilar war auch Kreiswundarzt und Bahnarzt.

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