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Die Artikel wurden mit freundlicher Genehmigung des "Meller Kreisblatts" übernommen. Das Urheberrecht für die Texte und Fotos liegt ausschließlich beim Verlag des "Meller Kreisblatts" und des Verfassers Wilhelm Knigge.

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Meller Kreisblatt vom 26.07.2011

26.07.2011

Vor 125 Jahren (1886)

Am 24. Juli hatten die sogenannten „Hundstage“, die Tage mit großer Hitze, begonnen. Deshalb war die Roggenernte im Grönegau auch „in vollem Gange“. Der etwa einstündige Gewitterregen am Nachmittag des 26. Juli war „nicht gut für die Erntearbeiten“.

Der Pastor Dr. Albertus Bitter, Sohn des Geheimen Sanitätsrates Dr. Heinrich Bitter in Melle, war nach einem Bericht vom 27. Juli zehn Jahre lang in der katholischen nordischen Mission in Stockholm und Gotenburg tätig. Nun war er einige Zeit wieder in Ludwigslust beschäftigt gewesen. Im Herbst sollte er nach Stockholm zurückkehren und dort „eine höhere Stelle übernehmen“. Dr. Bitter war später katholischer Erzbischof von Schweden, kehrte im Jahre 1923 in sein Elternhaus an der Grönenberger Straße zurück und wurde nach seinem Tod am 19. Dezember 1926 auf dem Meller Friedhof bestattet.

Am 12. August kurz nach 20 Uhr brannte das Gebäude des Kolonen Lotte in Schiplage. Das Hauptgebäude mit der gesamten Ernte brannte total nieder. Das Feuer entstand auf dem Boden. Das Vieh und das meiste Mobiliar konnten gerettet werden.

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Meller Kreisblatt vom 29.06.2011

29.06.2011

Vor 125 Jahren (1886)

Am 8. Juli wurde gemeldet, dass bei gutem Sommerwetter die Heuernte schon früh beendet werden konnte. Die Qualität des Heues war sehr gut, die Menge etwas geringer als in den Vorjahren. Es wurde gewünscht, dass der zweite Schnitt, die Grummet-Ernte, noch einen guten Ertrag bringen würde.

Die Männergesangvereine Osnabrück und Melle hatten sich am 11. Juli zu einem gemeinsamen Ausflug von Melle zur Friedenshöhe bei Buer verabredet. Sie wanderten vom „Schützenhofe“ in Melle über die Eickener Egge zur Friedenshöhe und – nach einigen Liedvorträgen im Walde – zurück über Barkhausen. Ein geselliges Beisammensein im „Schützenhofe“ beendete das freundschaftliche Treffen.

Der Meller Kriegerverein feierte vom 18. bis 20. Juli das traditionelle „Kriegerfest“. Es begann am Sonnabend mit einem „Zapfenstreich“ und einem „Kommers“ im „Schützenhofe“. Am Sonntagnachmittag zog nach einer Militärparade ein Festzug durch die reich geschmückte Innenstadt. Danach beteiligten sich viele Festgäste am Preisschießen und lauschten einem Festkonzert.

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Meller Kreisblatt vom 17.06.2011

17.06.2011

Vor 125 Jahren (1886)

In diesem Jahre fielen Fronleichnam und Johannistag zusammen auf den 24. Juni. Kalte Regenschauer bei 8 bis 10 Grad beeinträchtigten die Fronleichnamsprozession der katholischen Kirchengemeinde Melle. Von Gesmold und Wellingholzhausen waren in Melle Böllerschüsse zu hören. Sie umrahmten die dortigen Prozessionen.

Ein Schadenfeuer brach am 26. Juni gegen 23 Uhr im Hause des Neubauers Schuster in Altenmelle aus. Das Feuer war auf dem Boden ausgebrochen. Die Ursache war unbekannt. Das vor sechs Jahren massiv gebaute Haus brannte völlig aus. Die beiden im Hause wohnenden Familien wurden von Nachbarn aus dem Bett „aufgeschreckt“. Einiges an Inventur konnte geborgen werden.

Am 30. Juni wanderte der Landwirtschaftliche Verein Riemsloh über Bennien nach Bruchmühlen zu einem Treffen mit dem Verein aus Buer. Beraten wurde unter der Leitung von Bauer Meyer zu Riemsloh über den Bau einer Dampfmolkerei am Bahnhof Bruchmühlen und die Gründung einer Genossenschaft. Das Ziel sollte sein, marktfähige Butter herzustellen und für die anzuliefernde Milch je nach Fettgehalt einen Preis von 8 bis 11 Pfennig zu zahlen. Bekanntlich ist es zum Bau der Molkerei in Bruchmühlen nicht gekommen.

Am 2. Juni wurde gemeldet, dass sich im Gewässer der „Else“ und des „Laerbaches“ vermehrt Fischotter tummelten. Die Jagdberechtigten wurden aufgefordert, diese unliebsamen Räuber abzuschießen, um den Fischbestand zu schützen.

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