Kopfgrafik-melle-mitte

Sie sind hier: Heimatvereine > Heimatverein Melle-Mitte e.V. > Aus alten Meller Zeitungsbänden

Meller Kreisblatt vom 18.02.2012

18.02.2012

Vor 100 Jahren (1912)

Der Turnverein Melle veranstaltete am 17. Februar in der Turnhalle am Schürenkamp ein karnevalistisches „Kappenfest“. Es wurde allerlei Unterhaltung geboten.

Am 19. Februar gegen 16 Uhr entstand ein Schadenfeuer in einer namentlich nicht genannten großen chemischen Fabrik in Melle. Ein Kessel mit ätzender Flüssigkeit war in einem unbewachten Augenblick übergekocht. Die Mitarbeiter konnten die in Brand geratene Flüssigkeit ablöschen, sodass für die inzwischen eingetroffene Feuerwehr „nicht mehr viel zu tun war“.

Bei der Sitzung des Provinziallandtages in Hannover am 22. Februar wurde der Meller Landrat Kammerherr Otto von Pestel einstimmig zum Präsidenten wiedergewählt. Sein Stellvertreter wurde der Städtische Direktor Thamm aus Hannover.

Die Mitglieder des Pferdezuchtvereins Melle-Iburg hatten sich am 22. Februar unter Vorsitz von Bauer Hoppenbrock in Gerden in der Gaststätte von Caspar Böhne in Nüven zur Generalversammlung versammelt. Es wurde beschlossen, am Sonntag nach Pfingsten auf Böhnen Weide in Nüven wieder das traditionelle „Nüvener Rennen“ zu veranstalten.

Am 25. Februar wurde im Saale von Hermann Bohn am Bahnhof wieder eine „Kinomatografische Vorführung“ (Vorführung von Lichtbildern) vorgenommen. Es waren viele Besucher gekommen. Sie waren von den Vorführungen auf einer Leinwand begeistert.

In Oberholsten brannte am Nachmittag des 26. Februar gegen 15 Uhr das massive Wohnhaus des Kolonen Oberhespe bis auf die Umfassungsmauern nieder. Die Feuerwehren aus Niederholsten und Oldendorf bekämpften das Feuer, konnten das Vieh retten und das Inventar größtenteils bergen.

Auf etwa 30 Gehöften im Raum Dratum bei Gesmold war nach einem Bericht vom 27. Februar die „Maul- und Klauenseuche“ ausgebrochen. Nur noch wenige Gehöfte waren „seuchenfrei“. Die Regierung in Osnabrück war an dem Krankheitsverlauf sehr interessiert. Deshalb besuchte Regierungspräsident Bötticher mit Kreistierarzt Dr. Hoppe einige verseuchte Gehöfte.

Die Meller Brauerei hatte wieder das beliebte „Bockbier“ gebraut. Deshalb fanden in Melle „Bockbierfeste“ statt, am 2. März in der „Ratslaube“ von August Schneider, am 3. März im „Kaiserhof“ und in der „Berglust“ am Kleft.

Vor 75 Jahren (1937)

Die Kreisfrauenschaftsleiterin Änne Meyer-Rabingen leitete am 18. Februar im Saale Honerkamp eine öffentliche Kundgebung der NS-Frauenschaft des Kreises Melle. Dort sprach Kreisleiter Helmut Seidel über die Aufgaben der Frauen und Mütter im sog. „Dritten Reich“.

In der Samtgemeinde Wellingholzhausen wurde am 22. Februar eine „Verdunkelungsübung“ durchgeführt. Zur Vorbesprechung war Landrat Hermann von der Forst in die Gaststätte Schrage gekommen.

Pünktlich um 20.30 Uhr lag das vorher hell erleuchtete Dorf total „im Dunkel“. Es drang kein Lichtschein mehr nach draußen. Anschließend fanden mehrere Übungen der Selbstschutzkräfte in verschiedenen Hausgemeinschaften statt.

Am 1. März gegen 4.30 Uhr entstand ein Schadenfeuer in der Meller „Gummifabrik“ Carl Bösch (heute Melos). Die Arbeiter der Frühschicht wurden auf eine starke Rauchentwicklung im Westteil der Fabrik aufmerksam. Dort brannte Altgummi, das in einer Blechwanne lagerte. Das Feuer konnte bald gelöscht werden, sodass der Schaden gering blieb.

Vor 50 Jahren (1962)

Auch die Bewohner in Melle waren sehr bestürzt über die Schrecken der Flutkatastrophe, die am 17. und 18. Februar die Küste Norddeutschlands und Hamburg heimgesucht hatte. Heftiger Nordwestwind hatte „bei Flut“ riesige Wassermassen in die Elbe getrieben. Die Städte Hamburg und Harburg waren total überflutet. Viele Bewohner starben in den Fluten.

Die Rettungsmaßnahmen leitete der Hamburger Innensenator Helmut Schmidt, der spätere Bundeskanzler. Er setzte sich über gesetzliche Zuständigkeiten hinweg, erteilte als Zivilbeamter der Bundeswehr Befehle, die auch befolgt wurden und vielen Menschen das Leben retteten. Vom Kreis Melle und seinen Bewohnern wurden insgesamt 12000 DM für die Flutopfer gespendet. Am 26. Februar fand in Hamburg eine öffentliche Trauerfeier mit einer Ansprache von Bundespräsident Heinrich Lübke statt.

72 Delegierte, die etwa 4000 Sportler vertraten, waren am 21. Februar zum Kreissporttag in die Feierhalle der Grönenburg gekommen.

Dort wurde unter der Leitung des Vorsitzenden Mittelschullehrer Adolf Krick die Tagesordnung des Kreissporttages 1962 zügig abgewickelt. Vorsitzender Adolf Krick wurde einstimmig für zwei Jahre wiedergewählt. Als Stellvertreter wurden Ernst Hotho und Adolf Meyer-zu-Heringdorf gewählt. Kreissportwart wurde Wilhelm Maßmann, Kreisschatzmeister Werner Ahlemeyer, Kreisschriftwart Walter Schröder und Kreisjugendwart Wilhelm Spilker.

Am 23. Februar wurde über die Elternschaftsversammlung des Gymnasiums Melle in der Feierhalle der Grönenburg berichtet. Dort wurde beschlossen, dass der Landkreis Melle in Zukunft die Trägerschaft des Gymnasiums übernehmen sollte. Die Höhere Schule war 1947 von der Stadt Melle als Oberschule gegründet worden.

In der Sitzung des Kreisjugendrings Melle wurde nach einem Bericht vom 2. März der Vorsitzende Wilhelm Knapmeyer für weitere zwei Jahre wiedergewählt. Kreisjugendpfleger war damals der Lehrer Martin Große. Geplant waren ein Wanderführerlehrgang und ein Laienspielwettbewerb der Jugendgruppen.

Vor 25 Jahren (1987)

In den Morgenstunden des 17. Februar gegen 9.30 Uhr war im Kotten des Hofbesitzers Franz Meyer in Meesdorf ein Schadenfeuer ausgebrochen. Als die Feuerwehr Buer unter der Leitung des stellvertretenden Ortsbrandmeisters Manfred Rauer eintraf, brannte bereits der gesamte Dachstuhl. Als Brandursache wurde ein technischer Defekt im Bereich der Diele vermutet. Die Bewohner wurden obdachlos und fanden eine Unterkunft bei Bekannten.

Die Jahreshauptversammlung von Tura „Grönenberg“ fand am 20. Februar unter dem Vorsitz von Friedrich Pörtner im „Meller Hof“ statt. Auf Beschluss der Mitgliederversammlung wurden sechs Mitglieder zu Ehrenmitgliedern ernannt: Ernst Hotho, Werner Nagel, Hermann Schröder, Ludwig Hohnsträter, Adolf Krick und Rudolf Röper. Vorsitzender Pörtner überreichte danach 31 Goldene Ehrennadeln an verdiente Turnerinnen und Turner. Zu Tura „Grönenberg“ gehörten damals 2889 Mitglieder. Er war der stärkste Sportverein im Bezirk Osnabrück.

Der geschäftsführende Vorsitzende der Raiffeisenbank Melle, Alfons Landwehr, wurde nach einem Bericht vom 21. Februar in den Ruhestand verabschiedet. Während seiner langjährigen Tätigkeit hatte sich das Geldinstitut von der landwirtschaftlichen Dorfbank zu einem bedeutenden Unternehmen entwickelt. Alfons Landwehr erhielt für seine Verdienste viel Dank und Anerkennung.

Zur Jahreshauptversammlung der Bürgerschützengemeinschaft Melle am 23. Februar waren etwa einhundert Mitglieder gekommen. Unter der Wahlleitung von Ehrenmitglied Konrad Gerve wurden in den Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender Dieter Holtgräfe, 2. Vorsitzende Joachim Preuth und Theo Thöle (Neuwahl), Schriftführer Klaus Rüngling, Schatzmeister Günther Wecker, Sportleiter Manfred Kettler und Pressereferent Reinhold Beckmann. Die Planung für den Schießstand in Bakum war abgeschlossen, ein Erbpachtvertrag mit der Familie Wörmann vereinbart.

Am Rosenmontag, 2. März, verursachte starker „Eisregen“ im Grönegau für erhebliches Chaos. Der Boden war mit einer geschlossenen Eisschicht von einigen Zentimetern überzogen. Große Schäden waren an Bäumen und Sträuchern entstanden. Die Forstwirtschaft rechnete mit Schäden in Millionenhöhe. Auf den Straßen gab es mehr Unfälle. Die Bundesbahn stellte den Fahrbetrieb teilweise ein. Die Stromversorgung war wegen zerstörter Leitungen unterbrochen.

Am Sonntag, 8. März, feierte der Turn- und Sportverein „Tura Grönenberg“ unter dem Vorsitz von Realschulrektor Friedrich Pörtner im Städtischen Festsaal sein einhundertjähriges Bestehen. Den Festvortrag über „Sport gestern, heute und morgen“ hielt der Vorsitzende des Landesportbundes Niedersachsen. Oberkreisdirektor Wolfgang Kreft überreichte an Friedrich Pörtner die Sportplakette des Bundespräsidenten. Bürgermeister Clemens Schwertmann, auch stellvertretender Landrat, übermittelte die Glückwünsche der Stadt Melle, lobte auch das sportliche Wirken des Vereins und gedachte der Leistungen der Vorsitzenden Walter Sudfeldt, Ernst Hotho, Adolf Krick und gegenwärtig Friedrich Pörtner. Franz Butterwegge gratulierte für den Kreissportbund Osnabrück. Vorstandsmitglied Werner Nagel hatte eine wertvolle Vereinschronik erstellt und überreichte das erste Exemplar an den Vorsitzenden Friedrich Pörtner. Umrahmt wurde die Feier vom Bläserkorps des Meller Gymnasiums unter der Leitung von Oberstudienrat Rolf Lieske.

Termin importieren
::KONTENTUNTEN::
 
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren