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Meller Kreisblatt vom 10.03.2012

10.03.2012

Vor 100 Jahren (1912)

Hoch aufsteigende Rauchwolken wiesen am 11. März gegen 16 Uhr den Feuerwehren den Weg zum Brandobjekt, dem Hauptgebäude des Hofbesitzers Heinrich Meyer zu Himmern. Das Gebäude brannte bis auf die Umfassungsmauern nieder. Das gesamte Vieh konnte gerettet werden, auch das meiste Inventar wurde geborgen.

Im „Kaiserhof“ an der Mühlenstraße versammelten sich am 21. März einige Schachspieler, um einen Schachspieler-Verein zu gründen. Es waren aber nur wenige Interessenten gekommen, sodass kein Verein gegründet werden konnte. Die Bemühungen um eine Vereinsgründung sollten aber fortgesetzt werden.

Vor 75 Jahren (1937)

Der 14. März war der letzte „Eintopfsonntag“ des Winters 1936/37. Ein gemeinsames Eintopfessen wurde angeboten in den Sälen Stadthalle, Honerkamp und Potts. Gekocht wurde das Essen von der Artillerie-Abteilung Bielefeld. Eine Essenmarke kostete 50 Pfennig. Der Kreisleiter Seidel rief dazu auf, Essenmarken für minderbemittelte Volksgenossen zu kaufen und sie zum gemeinsamen Essen einzuladen. Während des lecker schmeckenden Essens wurde in allen Sälen „Tafelmusik“ geboten.

In den frühen Morgenstunden des 15. März brach in der Wagenfedernfabrik Schomäcker & Co. in Altenmelle ein Schadenfeuer aus. Es war entstanden durch das Überlaufen eines Öltanks. Schnell stand das Holzdach der Halle in Flammen. Es gelang der Altenmeller Feuerwehr, das Feuer zu löschen. Die vorsorglich gerufene Meller Wehr wurde nicht mehr eingesetzt.

Die HJ-Flugscharen Melle, Wittlage und Ahrenshorst trafen sich am 21. März auf dem „Kellenberg“ bei Barkhausen zum Wettbewerb im Modellfliegen. Geleitet wurde die Veranstaltung von Stützpunktleiter Funke in Melle. Der Beginn verzögerte sich wegen dichten Nebels um eine Stunde. Die längste Flugdauer eines Modells betrug 69 Sekunden, also gut eine Minute.

Der Gemischte Chor Melle lud am Karfreitag, dem 26. März, zu einem Passionskonzert in die Evangelische Kirche ein. Geleitet wurde das Konzert von Lehrer Ernst Schnell. Solisten waren Organist Karl Niewald an der Orgel und Ulrich Lücke mit Melodien auf der Flöte.

Vor 50 Jahren (1962)

Es waren nur drei Schülerinnen, die sich am 8. März der Abschlussprüfung an der Krankenpflegeschule des Evangelischen Krankenhauses unterzogen. Regierungsmedizinalrat Dr. Prechtl nahm die Prüfung ab. Alle drei Schülerinnen hatten hervorragende Kenntnisse bei guter charakterlicher Haltung und bestanden die Prüfung mit dem Prädikat „Sehr gut“.

Die Vorsitzende des Niedersächsischen Museumsverbandes Dr. Redwig aus Hannover hielt am 14. März einen beeindruckenden Vortrag über die Heimatpflege auf der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Melle im „Heimathof“ unter der Leitung der Vorsitzenden Dr. Maria Heilmann. Die Referentin würdigte das vorbildliche Meller Museum. Über 2000 Interessenten hatten das Museum, das von Wilhelm Nofz ehrenamtlich betreut wurde, im vergangenen Jahre besucht. Zum Vorstand unter dem Vorsitz von Dr. Maria Heilmann gehörten damals Rektor Wilhelm Fredemann als Stellvertreter, Bürgermeister Johann Uttinger, Beisitzer, Bauer Erich Meyer-zu-Bakum als 1. Schriftführer, Kreisoberamtmann Heinrich Wippermann, 2. Schriftführer, und Schatzmeister Fabrikant Carl Starcke.

Zwei verdiente, langjährig in Melle tätige Pädagogen, die Lehrerin Götte und der Lehrer Bruno Kersten, beide an der Kohlbrinkschule tätig, wurden am 17. März in den Ruhestand verabschiedet. Sie erhielten für ihre schulischen Leistungen viel Dank und Anerkennung von Stadtdirektor Herbert Zeise, Rektor Christoph Oberthür und Dechant Wilhelm Lübbers.

„Wieder frischer Wind bei der Concordia“ lautete die Schlagzeile des Berichts über die Jahreshauptversammlung des MGV „Concordia“ am 17. März im Saale Honerkamp. Die Schlagzeile bezog sich auf den neuen Chorleiter Heinrich Knell. Der Vorsitzende Ernst Krukemeyer begrüßte besonders die Ehrenmitglieder Fritz Henke, Johannes Heuer, Fritz Dettmer, Fritz Imrecke und Edmund Hauser. Höhepunkte des vergangenen Jahres waren Konzerte und Karnevalsveranstaltungen, u. a. der Kostümball „Sterne über Melle“. Der bisherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt: Vorsitzender Ernst Krukemeyer, Stellvertreter Heinz Bohlen, Kassenwart Fritz Dettmer, 1. Schriftführer Julius Hohnsträter und 2. Schriftführer Herbert Bermpohl.

Seit 1934, also 28 Jahre lang, hatte er die einklassige Landschule in Hustädte betreut, der Lehrer Wilhelm Heckmann, der am 17. März in den Ruhestand verabschiedet wurde. Vorher war er in einer Landschule in der Grafschaft Bentheim als Lehrer tätig gewesen. In Hustädte hatte er sich auch der politischen Gemeinde eng verbunden gefühlt. Bürgermeister Remme sprach ihm den Dank der Gemeinde aus.

Am 27. März wurde sie neunzig Jahre alt, die Lehrerin i. R. Gertrud Stock. Sie war geistig und körperlich noch sehr rege. Ihr fehlte von Geburt an die rechte Hand. Vom 4. April bis zu ihrer Pensionierung am 31. Dezember 1931 unterrichtete sie ununterbrochen an der Volksschule in Melle. Bei Kriegsende beschlagnahmte die britische Militärregierung ihre Vier-Zimmer-Wohnung an der Krameramtsstraße. Ihren Lebensabend verbrachte sie in der Altenpension Dr. Jungklaus in Meesdorf.

Vor 25 Jahren (1987)

Bei den Bezirksmeisterschaften im Trampolinturnen in Burhaven errang Tina Ludwig von Tura Melle den Bezirksmeistertitel und Kathrin Dietrich den 2. Platz. Anke Heggemann errang von 29 Jugendturnerinnen den 1. Platz.

Am 19. März traten die Bäche und Flüsse im Grönegau über die Ufer, weil noch Frost im Boden war und das Regen- und Schmelzwasser nicht einsickern konnte. In der Elseniederung und an den zulaufenden Bächen waren einige Keller überflutet. Die Oldendorferstraße im Bereich des Fredens musste wegen Überflutung gesperrt werden.

Die Heimatkapelle Wellingholzhausen bot am 21. und 22. März ihre diesjährigen Frühlingskonzerte im „Haus des Gastes“. Gespielt wurde ein vorzügliches Konzertprogramm. Der frühere Innenminister Josef Stock führte durch das Programm, wortgewandt und mit pointenreichen Kommentaren.

Nach einem Bericht vom 27. März hatte auch im Kreise Melle die Krötenwanderung eingesetzt. Naturschützer hatten an zehn Stellen Fangzäune eingerichtet, um die Tiere vor dem Überfahren zu bewahren. In Niedersachsen waren noch 18 Lurch- und Kriechtierarten vorhanden.

Die Ehrenmedaille der Stadt Melle in Silber wurde nach einem Bericht vom 30. März an den Buchdruckermeister Ernst Lagemann in Neuenkirchen verliehen. Bürgermeister Clemens Schwertmann überreichte die hohe Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde. Ernst Lagemann war „eine Säule in der Turn- und Sportbewegung des Grönegaus“. Über vierzig Jahre war er ehrenamtlich im Sport tätig, viele Jahre als Vorsitzender des Neuenkirchener Turn- und Sportvereins. Ortsbürgermeister Wilhelm Bohle gratulierte herzlich zur Verleihung.

Mit großer Stimmenmehrheit wurde am 30. März Helmut Gierveld zum Präsidenten der Meller Schützengilde gewählt. Er war der Nachfolger von Hans Harms, der nicht wieder kandidiert hatte.

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