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Meller Kreisblatt vom 07.04.2012

07.04.2012

Vor 100 Jahren (1912)

Am 3. April um 6 Uhr früh brach im Kotten des Kolonen Wilhelm Wilke, bewohnt von dem Arbeiter Prange, in Föckinghausen ein Schadenfeuer aus. Das mit Strohdocken gedeckte Fachwerkhaus brannte vollständig nieder. Das Vieh konnte gerettet werden. Nur mit Mühe wurden die Möbel geborgen. Vermutet wurde, dass das Feuer im Bodenraum aus einem schadhaften Schornstein ausgebrochen war.

„Die Gründung einer Solbad-Gesellschaft ist gesichert“, so lautete eine Schlagzeile am 11. April. Es wurde in einer Interessentenversammlung beschlossen, die „Wilhelmsquelle“ und die Neue Quelle“ anzukaufen und in einem Unternehmen, und zwar in einer GmbH, zu vereinigen.

Nach einem Bericht vom 13. April lagen bei der Bürgerschule in Melle 26 Neuanmeldungen vor. Damit war der Fortbestand der Schule auf lange Zeit gesichert. Nach fünfjährigem Besuch war es möglich, in die 1. oder 2. Klasse einer Realschule einzutreten oder in die entsprechenden Klassen einer Höheren Lehranstalt.

Zu einer Verhandlung über den geplanten Bau einer Eisenbahnlinie von Münster über Melle nach Rahden trafen sich am 15. April die Berliner Eisenbahngesellschaft und die Städtischen Kollegien. Besprochen wurde die Anlage eines Bahnhofs im Osten der Stadt auf den Maschwiesen. Zum Bau dieser Bahnlinie ist es bekanntlich nicht gekommen.

Vor 75 Jahren (1937)

Am 31. März wurden zwei verdiente Beamte der Gendarmerie des Kreises Melle in den Ruhestand versetzt: Gendarmerie-Obermeister Daniel Schwarz, Drantum, und Gendarmerie-Meister Remmert, Neuenkirchen. Beide waren viele Jahre im Kreise Melle tätig und wurden mit herzlichem Dank für ihre geleisteten Dienste verabschiedet. Nachfolger von Daniel Schwarz wurde Gendarmerie-Obermeister Mahnkopf aus Bad Iburg, Nachfolger von Remmert der Gendarmerie-Hauptwachtmeister Borcherding aus Melle.

Nach einem Bericht vom 5. April wurden in Eicken-Bruche 14 neue Bauplätze in der Größe von je ein bis zwei Scheffelsaat ausgewiesen, und zwar an der Verbindungsstraße Loh zur Strothe. Das neue schmucke Siedlungsgebiet umfasste ca. 3500 ha. Es befanden sich dort sehr gute Wasservorkommen, beste Voraussetzungen für die Anlage guter Hausbrunnen.

Sein fünfzigjähriges Berufs- und Arbeitsjubiläum bei den Federnwerken Schomäcker & Co. in Altenmelle feierte am 12. April der Werkmeister Heinrich Schoster. Im Jahre 1887 begann er eine Schmiedelehre beim Firmenchef Schnatmeyer in Hamburg. Nach der Lehre war er im Werk Altenmelle tätig und schaffte den Aufstieg bis zum Werkmeister. Der Firmenchef Schnatmeyer gratulierte und sprach ihm Dank und Anerkennung aus.

Ein Aufnahmewagen des Reichssenders Köln weilte am 13. April in Holterdorf und Neuenkirchen. Auf den Höfen Bünger-Grothaus in Holterdorf und Kowert in Neuenkirchen wurden Aufnahmen für die Sendereihe des Bauernfunks des Reichssenders Köln aufgenommen. Sie sollten in Kürze gesendet werden.

Am 18. April wurde ausführlich berichtet, dass der Generalarbeitsführer Schinnerer in der vergangenen Woche eine Besichtigungsfahrt durch den Arbeitsgau 31 durchführte und dabei auch die Abteilung „Grönegau“ eingehend besichtigte, und zwar unter der Führung von 0berstfeldmeister Dr. Schneider.

Im Verlag Rütten & Loenig in Potsdam wurde nach einem Bericht vom 18. April ein Roman von Lehrer Wilhelm Fredemann, Neuenkirchen, herausgegeben, und zwar mit dem Titel „Der einsame Weg“. Der heimische Autor berichtete darin über die Sitten und Gebräuche des niedersächsischen Bauerntums seit Jahrhunderten, insbesondere über unsere engere Heimat.

Vor 50 Jahren (1962)

An das Gymnasium Melle wurden am 1. April versetzt: Studienassessor Jürgen Staas, Fächer Französisch und Englisch, Studienassessor Johannes Birkhölzer, Fach Kunst, und Studienassessor Georg Ploetz, Biologie und Erdkunde.

In der Jahreshauptversammlung des Sportvereins TuS „Einigkeit“ am 31. März, zu der etwa einhundert Mitglieder gekommen waren, wurde das langjährige Mitglied Theo Dolfen unter der Wahlleitung von Heinrich Maßmann einstimmig und unter großem Beifall zum Vorsitzenden gewählt. Zu seinen Vertretern wurden Hermann Niehaus und Karl Landwehr gewählt. Umrahmt wurde die Versammlung vom Spielmannszug des Vereins unter der Leitung von Heinrich Krämer.

Schulrat August Fryen führte am 3. April an der Volksschule in Buer den nach dort versetzten Hauptlehrer Rudolf Schmidt in sein Amt ein. Er war der Nachfolger von Hauptlehrer Oskar Schäfer.

Der Erweiterungsbau der Lindathschule am Goldbrink wurde am 4. April offiziell eingeweiht. Der Erweiterungsbau war notwendig geworden wegen der Einführung des 9. Schuljahres an den Volksschulen. Vorher waren hier nur vier Unterrichtsräume vorhanden. Unter der Bauleitung von Architekt Hans Holzapfel wurden weitere Unterrichtsräume für die Hauptschule, die notwendigen Fachräume sowie Lehrerzimmer, Rektorzimmer und Verwaltungsräume hinzugebaut.

Die Jahreshauptversammlung der Rinderbesamungsstation in Föckinghausen fand am 5. April im Saale Honerkamp statt, weil sich der Gründungstag der Einrichtung zum zwölften Male jährte. Referate hielten Tierzuchtdirektor Dr. Nieder berger, Osnabrück, und Direktor Nieschlag. Gegründet worden war die Station von Tierzuchtdirektor Dr. Wilke, wohnhaft in Föckinghausen.

Sein goldenes Arbeitsjubiläum bei der Firma Heinrich Niehaus, Eisenwaren-Groß- und Einzelhandel, konnte am 14. April der Kaufmännische Angestellte Wilhelm Stefener feiern. Es gratulierte und dankte für die treuen Dienste die Inhaberin Erika Küchenmeister.

Die grundlegend renovierten Ladenräume des Schuhhauses Heller an der Bahnhofstraße wurden am 17. April eingeweiht. Das Schuhhaus wurde am 1. Juli 1880 von Fritz Heller gegründet. Seit 1926 war Wilhelm Heller Geschäftsinhaber. Er hatte schon 1932 und 1938 weitere Um- und Anbauten vorgenommen und eine große Schaufensterfront einrichten lassen.

Vor 25 Jahren (1987)

Der Prokurist Heinrich Potthoff feierte am 1. April sein fünfzigjähriges Arbeitsjubiläum bei den Federnwerken Heinrich Schomäcker & Co. in Altenmelle. Am Aufbau des Unternehmens nach dem Zweiten Weltkrieg war er maßgeblich beteiligt. Im Jahre 1972 übernahm er die Verkaufsleitung für Fahrzeugfedern. Später wurde er zum Geschäftsführer bestellt. Bei den Mitarbeitern und Kunden war er hoch angesehen.

Am 2. April konnte der Turaner Adolf Frech bei den Niedersächsischen Waldlaufmeisterschaften in Meppen seinen Titel beim Lauf über 5,8 Kilometer in der Altersklasse M 75 erfolgreich verteidigen.

Er war mit 77 Jahren der älteste Teilnehmer.

Zum Vorsitzenden des Vereins der Freunde und Förderer der Realschule Buer wurde nach einem Bericht vom 2. April Ewald Ballmeyer, Barkhausen, gewählt. Er war der Nachfolger von Heinz Leimbrock, Buer.

Nach einem Bericht vom 2. April hatten sich im Saale „Meller Hof“ die Mitglieder der Schlesischen Landsmannschaft Melle versammelt, um den Konrektor Leo Arlt zu ehren, der den Vorsitz der Landsmannschaft 30 Jahre lang innehatte und die Vereinigung vorbildlich geführt hatte. Der stellvertretende Vorsitzende Schüttler verlas das Glückwunschschreiben des Landesvorsitzenden Sauer.

Bei der Jahreshauptversammlung des Gemischten Chores Melle im Saale Honerkamp, über die am 9. April berichtet wurde, nahm Vorsitzender Hermann Fromme einige Ehrungen vor. Er überreichte die silberne Ehrennadel an Irmgard Brandhorst für 25 Jahre Mitgliedschaft, die goldene Ehrennadel an Luise Niederbremer und Marga Rittmeister für 35 Jahre Mitgliedschaft. Mit Blumen geehrt wurde das Ehrenmitglied Johanne Korshenrich, seit siebzig Jahren im Chor aktiv. Am 27. März 1987 hatte der Gemico 69 aktive Sängerinnen und Sänger und 135 fördernde Mitglieder.

In der Nacht zum 13. April brannte ein Stallanbau auf dem Hofe des Landwirts Franz Meyer in Meesdorf vollständig nieder. Etwa sechzig Feuerwehrleute unter der Leitung von Ortsbrandmeister Wilhelm Scholle, Buer, bekämpften das Feuer. Nach Ansicht von Brandschutzingenieur Franz Hippe war Brandstiftung nicht auszuschließen.

Nach einer Meldung vom 16. April wurden die Renovierungsarbeiten an der Westhoyeler Windmühle unter der Leitung des Vorsitzenden des Windmühlenvereins Günter Oberschmidt und des Mitgliedes Herbert Bäumer nach der Winterpause intensiv fortgesetzt.

Der Verein plante, bereits in wenigen Monaten die Mühlenkappe wieder montieren zu können.

Am Nachmittag des 15. April gegen 17 Uhr brannte das Reetdach eines Gartenpavillons auf dem Anwesen von Dr. Fritz Vodegel in Markendorf. Brandursache war wahrscheinlich Funkenflug aus einem Schornstein.

Einhundertundein Jahre alt wurde am 19. April der Rentner Hermann Meyer aus Eicken-Bruche in bemerkenswerter körperlicher und geistiger Frische. Er hatte zeitlebens schwer gearbeitet, als Mauer und als Landwirt auf seiner landwirtschaftlichen Nebenerwerbsstelle. An seinem Ehrentag empfing er viele Glückwunsche und viel Anerkennung.

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