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Meller Kreisblatt vom 29.04.2012

29.04.2012

Vor 100 Jahren (1912)

Am 20. April schwebte in großer Höhe über Bakum der Freiluftballon „Berlin“. Er wurde von der Sonne beschienen und bot einen herrlichen Anblick. Das Woher und Wohin ließ sich nicht ermitteln.

Das Gebäude des Neubauern Leker in Bakum brannte am 20. April gegen 17 Uhr vollständig nieder. Die Flammen griffen sehr schnell um sich. Vermutet wurde, dass Funkenflug aus einer Lokomotive das Dach des Hauses entzündet hatte. Schon früher waren Brände an der Böschung des Bahndammes beobachtet worden.

Im Sitzungssaal des Rathauses wurde am 25. April das 25-jährige Bestehen des vaterländischen Frauenvereins vom Roten Kreuz gefeiert. Bischof Albert Bitter, Kammerherr Otto von Pestel, Freiherr von Vincke, Ostenwalde, und die Städtischen Kollegien waren anwesend. Die Festrede hielt der Schriftführer des Vereines, Bürgermeister Heinrich Deetjen. Einige Lieder; vorgetragen vom Gemischten Chor, bereicherten die Feier.

Am 30. April lautete eine Schlagzeile: „Es fehlt Regen!“ Der Boden war total ausgetrocknet und rissig. Ein kalter Wind wehte aus Nordost. Nachts wurde es immer ziemlich kalt.

Am 1. Mai fand im Saal von Theodor Potts in der Surburg eine Maifeier der sozialdemokratischen Partei statt. Mehrere Redner sprachen über die Bedeutung des 1. Mai für die Arbeiterschaft. Liedvorträge und Theaterstücke sorgten für eine gute Unterhaltung der Besucher.

Er war erst 46 Jahre alt, als der Neuenkirchener Einwohner Fritz Schleisiek am 2. Mai starb. Vierundzwanzig Jahre lang verwaltete er in Neuenkirchen vorbildlich die Agentur des „Meller Kreisblattes“. Er war auch Vereins- und Versicherungsbeitragskassie re r. Lange Zeit war er aktives Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr und im örtlichen Gesangverein. Der Radfahrverein „Zugvogel“ feierte am 12. Mai in der Gaststätte Wichtrup in Drantum sein 6. Stiftungsfest. Es war verbunden mit einem Korsofahren und musikalischer Unterhaltung. Abends wurde ausgiebig getanzt.

Vor 75 Jahren (1937)

Am Abend des 20. Aprils, als Adolf Hitler 48 Jahre alt wurde, wurden im Saal Honerkamp die vierzehnjährigen Pimpfe von Unterbahnführer Wilcker in die Hitlerjugend übernommen. Eine Ansprache hielt der Kreisleiter Wilhelm Dröge, Altenmelle. Ein Kameradschaftsabend schloss sich an.

Der Bauer Hermann Heckermann in Wetter, einer der geachtetsten und angesehensten Landwirte in der Samtgemeinde Buer, wurde am 25. April nach einem arbeitsreichen und gesegneten Leben 75 Jahre alt. Er war noch körperlich rüstig und geistig frisch. 24 Jahre lang war er Vorsteher seiner Heimatgemeinde, und viele Jahre war er Mitglied des Kirchenvorstandes in Buer und auch Mitglied des Kirchenkreisvorstandes. Die Landwirtschaftskammer Weser-Ems verlieh ihm zu seinem Geburtstag die Silberne Ehrenmedaille.

Die 6. Batterie des Artillerie-Regiments Nr. 42 in Bielefeld veranstaltete am 4. Mai in Melle eine Gefechtsübung. Die Einheit wurde mittags auf dem Marktplatz von Bürgermeister Dr. Helmut Lindemann empfangen. Spätnachmittags fand eine Gefechtsübung im Gelände am Grönenberg statt. Als Geschützführer nahm daran auch Kreisleiter Helmut Seidel teil. Er leistete gegenwärtig bei dieser Einheit seinen Wehrdienst ab. Abends fand im Saal Honerkamp ein Manöverball statt.

Am 7. Mai wurde berichtet über eine gemeinsame Sternwanderung des Teutoburger-Wald-Vereins und des Wiehengebirgsverbandes nach Wellingholzhausen. Vor dem Mittagessen im Saal Hölscher begrüßte der Vorsitzende des Verkehrsvereins Wellingholzhausen, Apotheker Walter Rump, die vielen Teilnehmer und berichtete über den Ort Wellingholzhausen.

Vor 50 Jahren (1962)

Am 27. April wurde auf den Betriebsneubau, eine Werkhalle von 15 x 25 Metern, des Porsche-Diesel-Großhändlers Heinrich Wichtrup in Altenmelle die Richtkrone hochgezogen. Den Richtspruch verkündete der Zimmerpolier Robert Heggemann. Anschließend versammelten sich die beteiligten Handwerker zum „Richtschmaus“ in der Gaststätte Krimphoff. Außer der Werkhalle wurde ein Verwaltungs- und Wohnteil gebaut, Planung und Bauleistung oblagen dem Dipl.-Ing. Eberhard Suß.

Der Reit- und Fahrverein Bruchmühlen veranstaltete am 29. April im „Riemsloher Wald“ den traditionellen „Reitertag“. Es wurden mehrere Springwettbewerbe durchgeführt, unter anderem Jagdspringen Kl. A und Kl. L. unter der bewährten Leitung von Heinz Krüger.

Am 2. Mai wurden im „Heimathof“ verschiedene Arbeitsjubilare geehrt: Verkaufsleiter und Prokurist Heinrich Klockenbrink vierzig Jahre bei der Fa. Schomäcker & Co., Altenmelle, Zimmerer Matthias Kleine-König 40 Jahre bei Zimmermeister Heinrich Stieve in Dratum und Maurermeister Hermann Stegkämper 25 Jahre bei der Firma August Stegkämper in Buer.

Die Sängerinnen und Sänger der Meller Stadtchöre trafen sich um Mitternacht zum 1. Mai auf dem Marktplatz zum traditionellen „Mai singen“. Der Sängerkommers fand vorher im Saal von Theodor Potts statt. Mit dem TuS-Spielmannszug marschierten die Sänger zum Marktplatz. Dort leitete der Chorleiter Heinrich Knell von der „Concordia“ das traditionelle Singen.

Unbekannte Täter entwendeten am Abend des 30. April aus der St.-Matthäus-Kirche eine wertvolle Madonnenfigur. Es war eine Voll-Plastik ganz aus Eichenholz, die wertvollste Einrichtung, die die St.-Matthäus-Kirche besaß. Sie stammte aus dem 15. Jahrhundert. Verdächtigt wurden zwei junge Männer, die aber unerkannt entkommen konnten.

Am 1. Mai wurde dem Werkmeister Heinrich Kleine-Böse für 50 Jahre treue Arbeit im Betrieb des Unternehmers Bernhard van Lengerich in Schiplage das Bundesverdienstkreuz verliehen. Landrat Franz Röhr überreichte die wertvolle Auszeichnung. Außer van Lengerich sen. gratulierte auch Bürgermeister Nagel aus Schiplage.

Der Osnabrücker Bischof Dr. Helmut Hermann Wittler aus Osnabrück besuchte ab 4. Mai neun Tage lang das Dekanat Grönenberg, um dort die heilige Firmung zu spenden, und zwar in Buer, Riemsloh, St. Annen, Wellingholzhausen, Gesmold und Sondermühlen.

Vor 25 Jahren (1987)

Am Ostersonntag, 19. April, gegen 22 Uhr schlug ein Blitz in das Anwesen des Rentners Alwin Grüneberg in Föckinghausen. Es war ein sogenannter „Kalter Schlag“. Die Druckwelle schleuderte alle Ziegel vom Dach, und die Fensterscheiben zersplitterten.

Die „Alte Posthalterei“ an der Haferstraße, das älteste Gebäude der Stadt Melle, sollte nach einem Bericht vom 25. April gründlich renoviert werden. Stadtbaurat Kurt Buschhausen erläuterte bei einer Besichtigung durch den Planungsausschuss der Stadt Melle die einzelnen Baumaßnahmen, die mit Kosten von 1,5 Millionen DM veranschlagt waren. Heute werden hier Vorträge und Veranstaltungen durchgeführt.

Der Club der Orgelfreunde in Melle feierte am 26. April im „Haus des Gastes“ sein fünfjähriges Jubiläum: Der Club unter der Leitung von Wolfgang Marks hatte in dieser Zeit an vielen Veranstaltungen mitgewirkt, zur Freude vieler Besucher. Jährlich führte der Club zusammen mit dem Stadtjugendring eine Stadtmeisterschaft für jugendliche Spieler durch.

Über das Thema „Auswanderer im 19. Jahrhundert“ sprach am 27. April Prof. Dr. Walter Kamphöfner auf Veranlassung des Heimat- und Verschönerungsvereins Buer in der Gaststätte Birr. Er war ein Neffe von Alberta Toedebusch, deren Vorfahren aus Düingdorf ausgewandert waren.

Gegenwärtig war er Gastdozent an der Universität Bremen.

Wie am 4. Mai berichtet wurde, feierte die Gesangsabteilung des Sportvereins TuS „Einigkeit“ im Café Hertha das Jubiläum ihres vierzigjährigen Bestehens. Die Abteilung leitete damals Heinz Schröder. Der Vorsitzende des Sportvereins TuS „Einigkeit“, Gottfried Müller, hielt die Festansprache und berichtete über die Geschichte der 1947 gegründeten Gesangsabteilung. Drei Ehrenmitglieder des TuS, Heinrich Krämer, Hermann Kowert und Walter Dünhölter, waren auch in der Gesangsabteilung noch aktiv. Der Vorsitzende des Sängerbundes Grönegau, Rudolf Sutmöller, überreichte die Silberne Ehrennadel des Sängerbundes für 25 Jahre Mitgliedschaft an Günter Knapmeyer und Wilhelm Bockrath sowie die Goldene Ehrennadel für vierzig Jahre Mitgliedschaft an den Vorsitzenden Heinz Schröder und die Sänger Erich Schiermeyer und Walter Dünhölter.

Das Stallgebäude auf dem landwirtschaftlichen Anwesen von Eberhard Weber, Dratum-Ausbergen, brannte am 5. Mai gegen 14.30 Uhr vollständig nieder. Als die Feuerwehr eintraf, brannte der Stall schon lichterloh. Ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus konnte verhindert werden. Die Brandursache war zunächst nicht bekannt.

Mit einem Festakt im Dorfgemeinschaftshaus Neuenkirchen konnte am 12. Mai das zehnjährige Bestehen der Küchengruppe des DRK Neuenkirchen unter der Leitung von Gruppenführer Rudi Wellenbrock begangen werden.

Die Gruppe hatte bei Veranstaltungen und Einsätzen häufig vorzügliches Essen geliefert und bei einem Bezirkswettbewerb in Osnabrück den ersten Preis erzielt. Glückwünsche zum Jubiläum sprachen der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Melle, Dr. Karl-Gustav Hartung, und der Ortsbürgermeister von Neuenkirchen, Wilhelm Bohle, aus. Der Posaunenchor Neuenkirchen unter der Leitung von Horst Bruning umrahmte die Feier.

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