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Meller Kreisblatt volm 01.08.2012

01.08.2012

Vor 100 Jahren (1912)

Die in der Gutenberggilde organisierten Buchdrucker feierten am 13. Juli in der Gastwirtschaft Lührmann in Altenmelle bei prächtigem Sommerwetter ihr diesjähriges „Johannisfest“. Nachmittags fanden ein Konzert und Belustigungen für die Kinder statt. Mit Darbietungen und einem Festball am Abend endete die beliebte Veranstaltung .

Der Arzt Dr. Schönepauck gab beim Schützenfest in Wellingholzhausen am 21. und 22. Juli den Königsschuss ab. Zur Königin erkor er sich Frau Schrage, die Ehefrau des Gastwirts Schrage. Ehrendamen waren Frau Schönepauck und Frau Kemper. Das Schützenfest wurde bei herrlichem Sommerwetter planmäßig abgewickelt. Dabei beeindruckte besonders die Korsofahrt durch die Ortschaft.

Mehrere Faustballmannschaften aus dem Kreise Melle und dem Südkreis von Osnabrück übten am 28. Juli auf der Spielwiese an der Bismarckstraße für das Bezirksturnier in Osnabrück am 18. August. Die Übungsspiele wurden als sehr gut bezeichnet. Danach versammelten sich die Mannschaften im Lokal „Deutscher Kaiser“ zu einem geselligen Beisammensein.

Der Schützenverein Bakum feierte am 28. Juli und eine Woche später am 4. August sein traditionelles Schützenfest. Das Fest begann mit einem „Zapfenstreich“ mit der Feuerhahnschen Kapelle und anschließendem Kommers im Festzelt. Am frühen Sonntagmorgen wurden die Bewohner mit Böllerschüssen vom Kleft geweckt. Am Sonntagnachmittag versammelten sich die Schützen zu einem Umzug durch den Bakumer Teil von Melle und zogen zum Festplatz auf dem Kleft. Schützenkönig war Wilhelm Schlattmann, Königin Frau Miltenberg, die Ehefrau des Viehhändlers Miltenberg. Auf dem Festplatz begann das Vogelschießen. Ein Konzert sorgte für die Unterhaltung der Festgäste. Am 4. August wurden das Preis- und das Königsschießen fortgesetzt. Neuer König wurde der Gastwirt Hermann Bohn am Bahnhof, Königin Frau Hemminghaus.

Vor 75 Jahren (1937)

Auf einer großen Weide vor der Gastwirtschaft von Caspar Böhne in Nüven fand am 14. Juli die Stuten- und Stutfüllenschau für den hiesigen Zuchtbezirk statt. Vorsitzender der Schaukommission war Landstallmeister Grote vom Gestüt Osnabrück-Eversburg. Bei der Abschlussbesprechung im Lokal Böhne machte er bemerkenswerte Ausführungen über den guten Stand der Pferdezucht im hiesigen Raum.

Spannende Schwimmwettkämpfe gab es am Sonntag, dem 18. Juli, im Freibad Melle, durchgeführt vom Schwimmverein „Neptun“ Osnabrück und der Schwimmvereinigung Bielefeld 02. Die Veranstaltung sollte auch dazu dienen, Werbung für den Schwimmsport in Melle zu machen.

Mit einem Kameradschaftsabend feierte nach einem Bericht vom 19. Juli die Kriegerkameradschaft, Kreis gruppe Melle, ihr fünfundsechzigjähriges Bestehen. Kriegerkameradschaftsführer war damals der Rektor Wilhelm Edler, der einen Rückblick auf die vergangenen 65 Jahre bis hin zum Gründungstag am 12. Mai 1872 hielt und über die vielen kameradschaftlichen Veranstaltungen berichtete.

Nach einem Bericht vom 24. Juli war das einzige Meller Kino, betrieben von Frau Prüßner an der unteren Mühlenstraße, grundlegend umgebaut und modernisiert worden. Der Zuschauerraum war wesentlich vergrößert und der Bühnen- und Vorführraum modernisiert worden. Es wurde auch eine zweite moderne Vorführmaschine aufgestellt.

Am 30. Juli wurde dazu aufgerufen, entbehrliches Obst und Gemüse für das Winterhilfswerk zu spenden. In allen Ortsgruppen der NSDAP waren Sammelstellen eingerichtet. Die NS-Frauenschaft war beauftragt, das gespendete Obst und Gemüse einzukochen, damit es im kommenden Winter für Bedürftige zur Verfügung stand.

Vor 50 Jahren (1962)

In Neuenkirchen wurde am 14. und 15. Juli das jährliche Volksfest gefeiert. Anlass war das neunzigjährige Jubiläum der Kyffhäuser-Kameradschaft Neuenkirchen. Daran nahmen viele Kameradschaften aus der Stadt und dem Kreis Osnabrück, aus den Kreisen Melle und Halle sowie die Schützenvereine aus Buer und Kerßenbrock teil.

In Buer wurde am 21. Juli verspätet das Freibad für den Badebetrieb geöffnet, weil ein Student bereit war, während seiner Semesterferien die Aufgaben des Bademeisters zu übernehmen. Wegen anhaltend schlechten Wetters war der Freibadbesuch allerdings schwach. Später wurde das Freibad in Buer endgültig geschlossen.

Auf Einladung von Oberkreisdirektor Rolf Wandhoff versammelten sich am 25. Juli auf einer Wiese am „Waldmeister“ 98 Berliner Kinder, die hier mehrere Wochen zur Erholung weilten, zu einem Spielnachmittag. Nach einigen lustigen Spielen im Freien gab es Kakao und Kuchen im Saale des „Waldmeisters“. Auch der „Coca-Cola-Wagen“ war anwesend, und dort wurden kostenlose Getränke für die Kinder serviert. Der „TuS-Spielmannszug“ sorgte mit flotten Weisen für gute Unterhaltung.

Bei einem kurzen Gewitter am Nachmittag des 26. Juli gegen 17 Uhr schlug ein Blitz in das Wirtschafts- und Stallgebäude auf Schloss Gesmold ein und zündete. Die gesamte Heuernte verbrannte. Vier Löschzüge der freiwilligen Feuerwehren konnten das Feuer bald löschen.

Nach einem Bericht vom 28. Juli hatte die Haushalts- und Eisenwaren-Handlung Niehaus an der Plettenberger Straße nach längerem Um- und Erweiterungsbau ihre Ladenräume wieder geöffnet. Das Haus hatte nunmehr eine umlaufende Schaufensterfront von fast 19 Metern, der Laden eine Größe von fast 200 Quadratmetern.

Vor 25 Jahren (1987)

Auf dem Bauernhofe Brünger in Groß Aschen hatten sich nach einem Bericht vom 14. Juli viele Musikliebhaber zu einem Konzert der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Groß Aschen eingefunden. Dazu spielten die Posaunenchöre Groß-Aschen und Spradow unter der Leitung von Helmut Klausing, der Kirchenchor unter der Leitung von Axel Bruning. Der Jugendchor, Leitung Regine Möllring, trug einige Chorwerke vor. Auch der Männergesangverein Hücker-Aschen nahm teil. Anschließend sorgte die „Freie Jugend Groß Aschen“ für die Bewirtung der Konzertbesucher.

Die ökumenischen Gottesdienste auf dem Campingplatz am Ludwigsee bei Gesmold „Kirche unterwegs“ waren nach einem Bericht am 15. Juli immer gut besucht. Träger waren die Kirchengemeinden Gesmold und Oldendorf. Eingeführt waren sie auf Initiative von Pastor Andreas Loheide, Gesmold.

Am 20. Juli wurde berichtet vom Besuch einer Abordnung des Stadtjugendrings in der Partnerstadt St. Denijs-Westrem in Belgien. Bei einem Empfang im Rathaus von Gent überreichte der Vorsitzende Karl-Heinz Finkemeyer als Gastgeschenk einen Porzellanteller mit einem Motiv der „Alten Posthalterei“ in Melle.

Wie am 25. Juli berichtet wurde, liefen die Arbeiten zur Errichtung eines Aussichtsturmes auf der „Friedenshöhe“ bei Buer auf „Hochtouren“. Sechs Mitarbeiter waren im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme des Arbeitsamtes Osnabrück hierbei tätig. Die Fundamente waren gegossen.

In den Räumen der Burton-Werke wurde der Holzzuschnitt für die Turmkonstruktion vorgenommen Der Inhaber der Burton-Werke, Karl-Friedrich Hensiek, war der Initiator der Maßnahme.

Am 27. Juli wurde gemeldet, dass im Grönegau mit etwa zweiwöchiger Verspätung die Ernte begonnen habe. Bei der Wintergerste wurde mit guten Erträgen gerechnet, über fünfzig Doppelzentner pro Hektar. Das war mehr als der langjährige Durchschnitt. Die Gerste hatte mit 40 Prozent einen hohen Anteil am Getreideanbau im Grönegau. In Buer fand am Montag nach „Jakobi“, Ende Juli, traditionell eine öffentliche Gemeindeversammlung, der „Gute Montag“, statt. Wegen des strömenden Regens musste die Versammlung vom Lindenplatz an der Hilgensele auf die Diele des Bauern Heinz Leimbrock verlegt werden. Auf die Darbietungen der „Grönegau-Musikanten“ musste verzichtet werden.

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