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Meller Kreisblatt vom 06.09.2012

06.09.2012

Vor 100 Jahren (1912)

Im 67. Lebensjahre starb am 10. September der Kantor August Vogeler in Hoyel. Siebenundvierzig Jahre war er als Lehrer tätig gewesen, davon vierzig Jahre als Lehrer und Kantor in Hoyel. In seiner Gemeinde war er sehr beliebt.

Eine beliebte und geachtete Persönlichkeit, der Hofbesitzer Hermann Meyer zu Hoyel, starb am 10. September. Er war früher Gemeindevorsteher und Mitglied des Sparkassenvorstandes Riemsloh-Hoyel sowie Mitglied des Kreistages in Melle und des Kirchenvorstandes in Hoyel.

Am 18. September wurde berichtet, dass eine gute Kartoffelernte in Aussicht war. Wegen der allgemeinen Teuerung wurde eine gute Ernte sehr begrüßt. Die Provinz Hannover lag in Deutschland an der Spitze des diesjährigen Anbaues.

Vor 75 Jahren (1937)

Auf dem Hofe Uhlemann in Wellingholzhausen fand am 3. September eine Bezirkstierschau statt. Das Hofgelände unter schattigen Eichenbäumen war dafür hervorragend geeignet. Auf der angrenzenden Weide war eine Lehrschau von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten aufgebaut. Die Leitung der Schau oblag dem Bezirksbauernführer Paul Bentlage in Peiingdorf. Die Schau bewies, dass die Rindviehzucht im Kreise Melle in den letzten Jahren beträchtliche Fortschritte zu verzeichnen hatte.

„In hellen Flammen“ stand am 10. September gegen sechs Uhr in der Frühe ein zu Hemesaths Mühle gehörender Kotten in Bakum. Das Haus brannte vollständig nieder. Das Vieh und das Mobiliar konnten gerettet werden. Die Brandursache war unbekannt.

Vor 50 Jahren (1962)

Am 23. August besuchte eine Delegation von Kommunalpolitikern des Kreises Wolfenbüttel den Landkreis Melle, um sich über die hier bestehenden Samtgemeindeverwaltungen zu informieren. Oberkreisdirektor Rolf Wandhoff hielt einen ausführlichen Vortrag über die Entstehung und die Aufgaben der Samtgemeinden. Samtgemeindedirektor Hans Placke, Wellingholzhausen, berichtete aus der Praxis der Samtgemeinde Wellingholzhausen.

Wie am 31. August berichtet wurde, war im Geräteschuppen des Bauern und Vorstehers Heinz Leimbrock in Buer ein Schadenfeuer ausgebrochen. Der Schuppen brannte vollständig nieder, die darin befindlichen Geräte wurden zerstört. Als Brandursache wurde Brandstiftung vermutet.

Am 26. August wurde in Melle bei strahlendem Sonnenschein ein „Reitertag“ veranstaltet. Es war eine gute Beteiligung zu verzeichnen. Viele Besucher verfolgten gespannt die interessanten reiterlichen Darbietungen. Die Kreisstandarte gewann der Reiterverein Wellingholzhausen vor den Vereinen aus Melle-Gesmold. Bruchmühlen und Oldendorf. Die Standarte überreichte der Vorsitzende Walter Haarmann. Bei der Springprüfung der Klasse L siegte der Reiter Heinrich Falke aus Wellingholzhausen.

Das Textilgeschäft und die Färberei Erich Hotho in Melle bestand am 1. September 125 Jahre. Zum Betrieb gehörten auch der Verkauf von Betten, die Federbettenreinigung und die chemische Reinigung. Zum Jubiläum gratulierten den Inhabern Erich Hotho, Anny und Ernst Ho tho der stellvertretende Bürgermeister Willy Schlattmann und Stadtdirektor Herbert Zeise. Erst kürzlich wurde das Stammhaus Hotho an der Grönenberger Straße abgebrochen. Hier soll ein Wohnungsneubau entstehen.

Mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurden am 7. September drei Arbeitsjubilare Wilhelm Schnatwinkel. Handarpe-Melle, Heinrich Stefener, Oldendorf, und Hermann Stegkämper, Buer. Wilhelm Rabe in Meesdorf, der erkrankt war, sollte das ihm verliehene Bundesverdienstkreuz später nachgereicht werden.

„Der Erntesegen ist ein Geschenk aus Gottes Hand“, sagte der Vorsitzende des Kreislandvolkverbandes Melle, Kammerpräsident Johannes Marahrens, in seiner aufrüttelnden Rede zum Erntedankfest in Altenmelle am 8. und 9. September. Eingeführt hatte das Erntedankfest vor Jahren der Bürgermeister Heinrich Dreyer. Das Fest begann am Samstagabend mit einem Fackelzug von etwa 500 Kindern und wurde am Sonntagnachmittag fortgesetzt mit einem langen Festzug durch Altenmelle mit einer Erntekrone.

Die Flüchtlinge und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten versammelten sich am 9. September, dem diesjährigen „Tag der Heimat“, am „Kreuz des Ostens“ im Grönenbergpark zu einer Gedenkfeier, auf der der Vorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Dipl.-Ingenieur Kirschner die Gedenkrede hielt. Bei der Feierstunde in der Grönenburg am Sonntagnachmittag sprach Mittelschullehrer Leo Arlt, 2. Vorsitzender des BVD (Bund der Vertriebenen Deutschlands). Er sagte, man dürfe nicht alte Narben aufreißen, sondern solle mit Kraft, Glauben und Hoffnung in die Zukunft schauen.

Am 15. und 16. September fand in Melle das 2. Patenschaftstreffen der ehemaligen Bewohner des Kreises Regenwalde in Pommern statt. Auf der Heimatkundgebung im Städtischen Festsaal sprach Dr. von Bismarck, selbst ein Pommer, und erwähnte vier Punkte der Zusammenkunft: Freude, Recht, Pflicht und Hoffnung. Im Grönenbergpark wurde ein Gedenkstein für die Toten und Vermissten des Kreises Regenwalde aufgestellt und von Landrat Franz Röhr eingeweiht. Die Gedenkrede hielt Pastor Jungklaus aus Regenwalde. Eine neue Straße im Südosten von Melle wurde vom I. Beigeordneten Willy Schlattmann mit dem Namen „Regenwalder Straße“ eröffnet. Der Vorsitzende des Heimatkreises Regenwalde, von Wedel, dankte der Stadt Melle für die Pflege der Patenschaft.

Vor 25 Jahren (1987)

Der DRK-Kreisverband Melle richtete am 21. und 22. August die Leistungswettbewerbe der Kreisbereitschaften Niedersachsens aus. Mannschaften aus 45 DRK-Kreisverbänden mit rd. 350 Rettungssanitätern und vielen Fahrzeugen nahmen daran teil.

Die Samtgemeinde Oldendorf feierte vom 28. bis 31. August ein großes „Volksfest“. Auftakt war am Freitagabend eine Zeltfete für die Jugend. Am Samstagnachmittag fanden auf dem Festplatz verschiedene Darbietungen statt, u. a. spielte die Blaskapelle Bissendorf-Holte, und die Tanzgruppe Grönegau bot verschiedene Volkstänze. Es startete ein Heißluftballon. Der Sonntag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst. Der Höhepunkt des Tages war der Festzug am Sonntagnachmittag mit etwa 65 Gruppen und verschiedenen Brauchtumswagen sowie fünf Kapellen und Spielmannszügen. Das Fest klang am Abend mit einer „Plattendisco“ im Festzelt aus.

Der Männergesangverein Harmonie“ in Wellingholzhausen war am 29. August Ausrichter eines „Lichterfestes“ im Bürgerpark. Dort brannten einige Tausend Hindenburglichter und einige Hundert Lampions, auch verschiedene Feuerräder. Die vielen Besucher waren begeistert von der prächtigen Illumination. Für eine gute Unterhaltung sorgte die Jugendblaskapelle Wellingholzhausen und der Männerchor „Harmonie“.

Am 29. und 30. August feierte die Gemeinde Westerhausen ihr 825-jähriges Bestehen. Ein Festzug von etwa vier Kilometer Länge mit Kapellen, Fußgruppen und Brauchtumswagen zog am Sonntagnachmittag durch ein Spalier von einigen Tausend Besuchern. Auf dem Festplatz sprach Ortsbürgermeister Ernst Noruschat über die lange Geschichte des Ortes.

In Melle wurde vom 4. bis 7. September wieder das inzwischen zur Tradition gewordene „Blüten- und Trachtenfest“ gefeiert. Der Niedersächsische Wissenschaftsminister Johann-Tönnis Kassens eröffnete das Fest am Weinbrunnen im Grönenbergpark. Dort waren viele verschiedene Blumenornamente zu bewundern. Am Sonntagnachmittag veranstalteten auf dem Carl-Starcke-Platz etwa ein Dutzend Kapellen und Spielmannszüge ein Schau-Musizieren. Trachtengruppen aus verschiedenen Gegenden Niedersachsens führten Volkstänze auf. Am Montagnachmittag unterhielt das Medium-Terzett im Festzelt einige Hundert Besucher. Abends klang das Fest am Weinbrunnen aus.

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